Unter dem Regenbogen - was abschließend bleibt

Vorweg möchte ich mich für den späten Blogbeitrag entschuldigen. Ich wollte schon früher meine Ein-drücke über Südafrika abschließend aufs Papier bringen. Aber die Eingewöhnung hier in Thailand hat doch etwas länger gedauert und ich bemerke, dass bereits nach ein paar Tagen eine gewisse Distanz eingetreten ist. Sind wir wirklich erst eine Woche weg? Es fühlen sich wie Monate an! Bangkok ist eine geniale Großstadt und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich hier so wohl fühle. Aber sie überflutet einen auch mit Eindrücken, Lärm, Lichtern, Gewusel und vielem mehr. Daher ist es fast schwer, mich wieder auf das Vergangene zu konzentrieren.

 Und so geht es zurück nach Südafrika, einem genialen Land, dessen schlechter Ruf nicht gerechtfertigt ist...

 Wie ein Regenbogen in den schillerndsten Farben leuchtet, so strahlt auch das Land hier in den unterschiedlichsten Facetten. Ein wunderschönes Land, dass uns mit seiner Vielfältigkeit ganz oft den Atem geraubt hat. Und diese Unterschiedlichkeit spiegelt sich in den Hautfarben der Südafrikaner wieder. Von hell, über braun bis schwarz ist hier alles dabei.

Wir haben vor unser Abreise einige lieb gemeinte Ratschläge gehört: "Südafrika sei

einfach zu gefährlich!" Aber diese Aussage können wir nicht bestätigen. Klar, es gibt hier mehr Regeln nach denen man Leben muss, aber wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht. Gerade im Gegenteil, wir waren oft überrascht wie freundlich, nett und zuvorkommend gerade die waren, die wenig haben. Aber vielleicht ist das das verdrehte Bild von uns Europäern, die viel haben - nämlich, dass man das VIEL braucht um zufrieden und glücklich zu sein? Aber wir wollen auch nicht naiv sein und alles durch die "rosarote Brille" betrachten. Wir

haben die große Armut der Menschen hier gesehen. Ein Gärtner verdient für einen Tag  Arbeit so an die 15 Euro. Eine Freundin von mir meint darauf hin: "Der Mensch hier ist nichts Wert." Stimmt das? Wer bestimmt den Wert einer Person? Und geben sich die Menschen aus den Townships selbst einen Wert? Ich weigere mich zu glauben, dass Geld über uns bestimmt. Wer wir sind, was wir leisten, was wir Wert sind.

Da wir die großen Problem diese Landes nicht lösen können, haben wir zumindest versucht nicht wegzuschauen und jeden mit dem gleichen menschlichen Respekt zu begegnen den er verdient. Man ist leider zu oft versucht einfach das Elend zu "übersehen" und nach 5 Wochen stellt sich, erschreckender Weise, auch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Trotz dieser großen Unterschiede und den zwei Parallelwelten die es hier gibt, haben wir uns in dieses Land verliebt. Wir können Südafrika (zumindest unsere Reiseroute), auch mit Kindern, nur empfehlen.

 Und so reisen wir weiter, mit dem Glauben, dass nicht Angst sondern Liebe, Respekt, Vertrauen und Menschlichkeit die Attribute sind, die wichtig sind. Genau das, sind unsere

ersten wichtigen Erfahrungen, welche wir weiter mitnehmen.

Denn wir wollen das Ernten, was wir Sähen.

 Wir kommen wieder, in das Land unter dem Regenbogen 🌈!!!

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