Achterbahn in Thailand

Die Wochen ziehen dahin und Thailand hat uns bis jetzt eine Achterbahn der Gefühle geliefert.

Angekommen in Bangkok war ich sehr positiv überrascht! Ich hatte mich auf etwas

anderes vorbereitet. Was genau ist schwer zu sagen, denn im Grunde bin ich total unvorbereitet in diese Land gekommen. Es ist viel sauberer und aufgeräumter als gedacht. Auch finde ich keine Schlaglöcher, konfuse

ungeregelte Kreuzungen und Mopeds auf denen gefühlte 50 Hühner transportiert werden (ja, dass ich auf solche Dinge achte, ist eine Berufskrankheit von mir 😉). Kurzum, ich bin begeistert vom Leben in dieser Großstadt!

Während des Aufenthaltes in Bangkok, haben wir das Glück meinen alten Schulfreund mit Familie mehrmals zu treffen. Das waren für uns wunderbare Tage, an denen wir nicht nur viel von der Stadt sehen, sondern auch so einiges an Informationen über das Land, die Menschen und das Leben hier erhalten. Es ist spannend für uns zu sehen wie sie als „Farang“ (so heißen die Ausländer hier) ihr Leben hier meistern und wir lassen uns ein wenig von ihrer Begeisterung im Ausland zu leben anstecken. Könnten wir das auch? Es klingt irrsinnig verlockend, zumindest auf Zeit, in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten.

Und so ging es total motiviert weiter nach Chiang Mai, die Rose des Nordens,

die für uns leider nicht so ganz blühen wollte! Da hat es mich einmal ganz ordentlich auf den Boden der Realität zurück geholt. Das Hotel eine Frechheit, die Stadt unter unseren Erwartungen, wir waren nicht mobil und hatten keine Menschen zum Reden... eine ganz neue Erfahrung für uns alle und nicht gerade die Schönste! Wir sind alle gereizt, angespannt und

genervt und lassen es am Anderen aus... kurzum, eine explosive Mischung!

Aber Rückblickend liegt es nicht an Chiang Mai, wir haben einfach ein paar

grundlegende Fehler begangen. Wir haben uns selber in eine Sackgasse (ein schönes Haus außerhalb der Stadt) manövriert...

...und der Weg hinaus ging über 762 Kurven nach Pai. Dort in den Bergen hat uns der geheime Spirit dieser Gegend erfasst. Keiner konnte mir sagen, wieso aus diesem, einst kleinen Bergdorf, eine Künstler, Hippie uns Aussteiger Hochburg wurde. Aber die Gegend und Menschen sprechen einfach für sich und so wird Pai zu unserem absoluten MUST SEE von Thailand und ich wünsche diesem Fleckchen Erde, dass es nicht vom Tourismus überrollt wird.

So schön die Tage in Pai auch waren, so wurde der Wunsch nach Meer, Palmen und

Strand immer größer und wir konnten es kaum mehr erwarten in den Flieger nach

Süden zu steigen.

Und wir wurden nicht enttäuscht. Auf Koh Phangan finden wir nicht nur das Bild der kitschigen Traumstrände. Viel wichtiger sind die tollen Menschen die wir getroffen haben. Und während der vielen Gespräche mit Aussteigern, Langzeitreisenden oder klassischen Urlaubern (alle mit Kindern) vereint uns alle der Wunsch nach Veränderung. Wir sind alle letztendlich auf der Suche nach MEHR und Worte wie Homeschooling, online-Business, work-live-balance usw. bekommen für uns eine neue Bedeutung. So dienen die Tage auf Koh Phangan nicht

nur der Erholung sondern auch einer gewissen Persönlichkeitsbildung. Wir sind

uns einig, den gleichen Trott wie zuvor wollen wir nicht mehr... nur was wir,

wie, wann und wo ändern können bleibt auch für uns noch unbeantwortet.

Noch...

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Kommentare: 2
  • #1

    Heike Thaller-Wolts (Dienstag, 28 November 2017 17:39)

    Liebe Paluros, danke fürs Mitnehmen in die Achterbahn! Bin sehr berührt und beeindruckt!
    Wünsche Euch guten Input für das Was...Wann und Wo!
    Grüsse auch von René und schönes Weiterreisen! Herzlichst Heike

  • #2

    Veronika herzog (Dienstag, 28 November 2017 17:52)

    Hab wieder mit viel Interesse, offenem Mund und Staunen eure Zeilen gelesen. Im wahrsten Sinne eine Achterbahn der Gefühle. Ihr seid wirklich beneidenswert ob eurer Abenteuer Lust!!! Danke, dass wir ein bisschen mitfühlen dürfen.
    Freu mich schon auf weitere Berichte und wünsch euch allen wieder ganz tolle Eindrücke in den nächsten Tagen. Hoffentlich auf bald - liebe Grüsse aus zeltweg veronika